Partner

Im Netzwerk NETINVET sind derzeit mehr als 70 Schulen und Ausbildungszentren vertreten, die sich für die Entwicklung der Lehrlingsmobilität in der Europäischen Union einsetzen und sich aktiv im Netzwerk engagieren.
Neben den Schulen und Ausbildungszentren engagieren sich auch fünf Berufsverbände aus den Bereichen internationaler Handel, Transport und Logistik und Automobilbranche im Netzwerk. Die Rolle der Berufsverbände besteht vor allem darin, fachliches Know-how und das erforderliche Wissen bereitzustellen, um gemeinsame Referenzen zu erarbeiten und zu entwickeln, die einen Bezug zu den bereits bestehenden Berufsausbildungen in den drei Branchen haben und der Nachfrage des Arbeitsmarkts entsprechen, der sich in einem stetigen Wandel befindet.

Fünf Partnerverbände

Die französischen Verbände CGI und AFT teilen sich Vorsitz und stellvertretenden Vorsitz des Netzwerks NETINVET. Sie fördern die Entwicklung des Netzwerks und unterstützen die Anstrengungen, die von den Ausbildungszentren unternommen werden. Darüber hinaus stellen die beiden Verbände zwei Mitarbeiter zur Verfügung, die sich um die Koordinierung der Tätigkeiten und Sitzungen des Netzwerks kümmern.

Der niederländische Verband S-BB sowie die italienische Organisation CPV unterstützen das Netzwerk im eigenen Land und entsenden jeweils einen Mobilitätsexperten zu den Sitzungen des Leitungsausschusses.

Der französische Verband für Groß- und Außenhandel (CGI)

Mit insgesamt 56 Branchenverbänden vertritt die CGI den gesamten Bereich des Handels in seinen unterschiedlichen Formen. Die CGI deckt sowohl den französischen Inlandsmarkt (in den Bereichen der industrieübergreifenden Ausrüstungsgüter und der Konsumgüter mit Non-Food-Produkten und Lebensmitteln) als auch den internationalen Markt ab. Hier sind insbesondere die internationalen Handelsgesellschaften und Dienstleistungsunternehmen zu nennen, die eine Unternehmensbetreuung für internationale Geschäfte anbieten.

Die CGI setzt sich tagtäglich für ihre Mitglieder ein und vertritt deren Interessen. Gleichzeitig kommuniziert der Verband auch über die großen Herausforderungen der Branche. Dazu verfügt der Verband über sieben unterschiedliche Abteilungen (Soziales, Arbeit und Ausbildung, Wirtschaft und Recht, Europa, internationale Angelegenheiten, Transport und Logistik, Umwelt).

Als Sammelstelle für die Erhebung der Ausbildungssteuer (OCTA) in Frankreich und Gründungsorganisation des Netzwerks NETINVET leistet die CGI einen wichtigen Beitrag für den Aufbau von Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben, für die Anpassung der Zertifizierung an die tatsächlichen Anforderungen, für die Mobilität der Lernenden im Bereich des internationalen Handels und für das Netzwerk NETINVET.

Der französische Verband für die Entwicklung der beruflichen Bildung im Transportwesen (AFT)

Die AFT wurde 1957 auf Initiative der französischen Vereinigung der Transportverbände gegründet und kümmert sich um die Entwicklung der beruflichen Bildung im Bereich Transport und Logistik. Die AFT nimmt in der Branche eine besondere Stellung ein und arbeitet mit den Unternehmen zusammen, für die die französischen Tarifverträge für den Straßengüterverkehr und Nebentätigkeiten im Transportbereich gelten, sowie mit den Unternehmen in Industrie und Handel, die über eigene Transportmittel verfügen.

In Zusammenarbeit mit den französischen Ministerien für Schulbildung und Hochschulbildung, Verkehr, Arbeit und Finanzen bietet die AFT bei der Ausarbeitung und Entwicklung von Berufsabschlüssen in dieser Branche pädagogische Unterstützung und technischen Support an. Die AFT ist außerdem an der Finanzierung von Berufsausbildungen, Ausbildungszentren und Hochschulen beteiligt und spielt eine wichtige Rolle bei der Berufsberatung.

Als Förderer der europäischen Mobilität ist die AFT über das Projekt EURO TRANS LOG zum Netzwerk NETINVET gekommen und bietet seitdem den Auszubildenden in Transport und Logistik die Möglichkeit an, an einem Mobilitätsprojekt teilzunehmen.

Der französische Verband für die Berufsausbildung in der Automobil- und Mobilitätsbranche (ANFA)

Die ANFA setzt Maßnahmen der beruflichen Bildung in der französischen Automobilbranche um, die etwa 100.000 Unternehmen und 400.000 Mitarbeiter umfasst.

Die ANFA ist eine paritätische Organisation und wird von den Sozialpartnern gemanagt. Mit einem Budget von 235 Millionen Euro und 170 Mitarbeitern finanziert die ANFA die Ausbildung der Mitarbeiter der Branche und unterstützt die Unternehmen bei der Personalplanung. Außerdem fördert sie das duale System, insbesondere im Rahmen der Berufsausbildung.

Seit mehr als 20 Jahren zählt die Förderung der europäischen Mobilität zur Politik der Branche. In diesem Kontext hat die ANFA eine Strategie entwickelt und setzt Maßnahmen um, um die Mobilität der Lernenden und Lehrenden voranzutreiben und die Ausbildungszentren bei ihren europäischen Partnerschaften zu unterstützen.

Organisation für die Zusammenarbeit für Berufsausbildung, Weiterbildung und den Arbeitsmarkt (SBB)

Die neue Organisation für die Zusammenarbeit für Berufsausbildung, Weiterbildung und den Arbeitsmarkt (SBB) wurde am 1. August 2015 ins Leben gerufen. Träger der beruflichen Bildung und Unternehmen, Industrie und Handel arbeiten mit der SBB zusammen, um den Lernenden eine bestmögliche Berufserfahrung mitgeben zu können und den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Dadurch erhalten die Unternehmen hoch qualifizierte neue Mitarbeiter.

Die Praktikumsbetriebe können heute und auch künftig auf Unterstützung bei der praktischen Ausbildung der jungen Arbeitnehmer zählen. Die SBB kümmert sich um die Zulassung und die Vorbereitung der Praktikumsbetriebe und die Einhaltung des Qualifikationsrahmens für das berufsbildende Sekundarschulwesen. Außerdem überwacht die SBB den Arbeitsmarkt, kümmert sich um die berufliche Bildung und die Öffentlichkeitsarbeit.

Die Akteure aus Bildungswesen, Geschäftsleben, Handel und Industrie haben mit der SBB Vereinbarungen zur beruflichen Bildung unterzeichnet. Dabei geht es insbesondere um Themen wie Qualifikationen, Prüfungen, Berufspraxis und Praxisbezug.

Die SBB ist branchenweit auf regionaler und nationaler Ebene tätig.

Die Fondazione Centro Produttività Veneto (CPV)

Die CPV wurde 1955 im Rahmen einer Partnerschaft zwischen privaten und öffentlichen Trägern gegründet. Ziel war die Förderung und langfristige Stabilisierung der Produktivität. 1955 änderte sich auch der rechtliche Status der CPV. Seitdem ist die CPV eine Stiftung und als gemeinnützige Einrichtung tätig.

Die CPV führt folgende Tätigkeiten aus:

  • Berufsausbildung
  • Kurze Schulungen hauptsächlich für Unternehmen und andere öffentliche und private Einrichtungen
  • Lange Schulungen hauptsächlich für arbeitslose Teilnehmer, die vom Europäischen Sozialfonds finanziert werden 
Die CPV verfügt über umfassende Erfahrungen in der Konzipierung und Umsetzung von Projekten in der beruflichen Bildung (Berufserfahrung, praktisches Lernen am Arbeitsplatz usw.) sowie in Pilotprojekten und Sensibilisierungsmaßnahmen (auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene für Unternehmen, Schulen und örtliche Einrichtungen) für junge Leute, Erwachsene, Frauen sowie andere benachteiligte Zielgruppen, denen der Ausschluss vom Arbeitsmarkt droht.

INTERNATIONALE TÄTIGKEITEN
  • Die CPV übernimmt bei zahlreichen internationalen und europäischen Kooperationsprojekten im Bereich der beruflichen Bildung, des europäischen Qualifikationsrahmens, der Übertragung der Leistungspunkte (ECVET usw.) und der Strategien für Mobilitätserfahrungen die Rolle des Projektkoordinators und Partners. Die CPV verfügt über weitreichende Erfahrungen in der Konzipierung und im Management von Mobilitätsprojekten (insbesondere finanziert durch LLP, LdV und Erasmus+ KA1) für junge Studierende, Absolventen, Lehrer und Ausbilder.
  • Die Stiftung ist Mitglied der EANCP (European Association of National Productivity Centres) und des CIOS (World Council of Management).